… oder warum es kontraproduktiv ist Verteiler von illegalen Inhalten in die Massenmedien zu bringen.
Die Content-Mafia hat es geschafft. Die Pirate Bay Betreiber wurden schuldig gesprochen (noch nicht rechtskräftig) und die Musikindustrie kann sich zurücklehnen. Dachten sie zumindest. In der Realität dieses mysteriösen Mediums Internet, das wohl von vielen noch nicht ganz verstanden wird, führte die Verurteilung und damit auch die Medienpräsenz der Seite zu einem regelrechten Boom anderer Seiten und vor allem zu vielen neuen Usern, welche ohne die weltweite Berichterstattung quer durch alle Medien wohl nie etwas von .torrent erfahren hätten.
Nachdem der Provider von Pirate Bay per Gerichtsbeschluss gezwungen wurde, die Seite vom Netz zu nehmen dauerte es nur wenige Stunden bis der komplette Inhalt umgezogen war. Des weiteren hatte es den Effekt, dass die Daten von Pirate Bay auf tausenden anonymen Websites und privaten Festplatten. Die Verbreitung scheint also nicht mehr stoppbar.
Vielleicht wird es der Content Mafia eines Tages klar, dass nicht Abmahnungen und Gerichtsverfahren mehr Geld bringt sondern qualitativ hochwertige Ware und intelligente, faire Vertriebssysteme. In Zeiten von Web 2.0 ist wohl einfach kein Platz mehr für veraltete, unbewegliche Dinosaurier.
